Wer gerne isst, liebt den Genuss. Es ist eine Qualität, sich an etwas zu erfreuen, was wir ohnehin tun müssen: Essen. Wenn dazu auch noch die Lust an der Zubereitung, dem Kochen, kommt, umso besser. Was kann daran problematisch sein?
Eine kleine, feine Sache: Wahrzunehmen, dass wir essen, was wir essen und wie wir es essen. Natürlich wissen wir, was wir auf dem Teller haben, aber nehmen wir wirklich wahr, wie es heute schmeckt? Jedes Essen - haben wir es auch noch so oft gegessen - schmeckt immer anders. Das liegt daran,
- dass es jedes Lebensmittel nur einmal gibt, jedes Schnitzel, jede Rosine, jede Nuss: Einmal in den Mund genommen ist es weg, für immer. Sollte jede Tomate gleich schmecken? Vielleicht wünschen wir uns das, wenn es besonders lecker war, damit bekommt es jedoch etwas Beliebiges.
- dass der Koch nicht jeden Tag die gleiche Laune hat: Die Laune des Kochs macht das Essen zu einem einmaligen Erlebnis.
Schauen Sie also genau hin, wenn Sie das nächste Mal Ihr Lieblingsessen auf dem Teller haben, es ist einmalig, dass, was jetzt vor Ihnen liegt. Und dann "schmecken" Sie hin:
Ist es so, wie Sie es in Erinnerung hatten oder ist es anders? Was ist anders?
Mögen Sie die Konsistenz?
Was genau ist es, dass es für Sie zu einem Besonderen Essen macht? -
Probieren Sie sich aus, schließlich essen Sie ja nicht einfach nur: Sie essen gern!
Und das, was Sie da vor sich haben ist einmalig, es verschwindet dann, für immer.
Genussvolle Momente
Ihre Elke Scheffer